Einführung

Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans jetzt

Die vollständige Einführung als PDF (160KB).

Ein Wegweiser durchs Buch

Mit diesem Buch will ich zeigen, wie Bildung zu einem erfüllten Lebensabend beitragen kann und welche Ansätze und Angebote für Ältere es bereits gibt. Es soll den Weg zum selbstbestimmten Lernen und Altern ebnen. Es soll Anregungen geben und Mut machen, sich auf die Suche nach eigenen Lern- und Lebenswegen zu begeben und dabei Neuland zu entdecken.

Sie erhalten in diesem Buch einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse über das Lernpotenzial von Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Sie werden einige zukunftsweisende Projekte kennen lernen. Dabei werden Sie dafür sensibilisiert, auf was Sie bei Ihrem persönlichen Entwicklungs- und Lernprozess achten können. Sie erhalten eine Orientierungshilfe, wo Sie selbst ansetzen und wie Sie Ihr eigenes (Weiter)Lernen in die Hand nehmen können.

Nicht alle Fragen können in diesem Buch behandelt werden. Sie werden aber Anregungen erhalten, um mit Freunden zu diskutieren, weiter zu lesen und zu lernen:Was ist zum Beispiel alt? Warum soll ich überhaupt lernen? Reicht mein Wissen nicht? Wie verbinde ich meine Sehnsucht nach Neuem und mein Bedürfnis nach wohlverdienter Ruhe jenseits der Hektik und der Zielvorgaben, die mir das Berufs- oder Familienleben aufgezwungen haben? Wie gehe ich mit meinen Ängsten vor dem geistigen und körperlichen Abbau und dem Tod um, damit sie mich nicht blockieren und ich mich weiterhin für Neues öffne?

Das erwartet Sie konkret in den einzelnen Kapiteln:
Zu Beginn jedes Kapitels berichten Lernlustige und -hungrige von ihren individuellen Erfahrungen mit dem Lernen, von ihren Lernbiografien und persönlichen Entwicklungsgeschichten. Sie machen Mut, sich auf das »Abenteuer Lernen« einzulassen.

Kapitel II: Das Kapitel »Stand der Forschung: Wege zur Alterbildung « gibt einen Überblick über die wesentlichen neuen Erkenntnisse der verschiedenen Forschungsbereiche, die sich mit dem Thema »Lernen ab der Lebensmitte« beschäftigen – von den Neurowissenschaftlern, den Entwicklungspsychologen über die Gerontologen, Pädagogen und Geragogen bis zu den Wirtschaftswissenschaftlern.

Kapitel III: Ich berichte von konkreten Seminaren und Projekten, die teilweise auch erst als Modellvorhaben getestet werden. Die vorgestellten Beispiele zeigen, welche neuen Ansätze es für das lebenspraktische Lernen und für die Orientierung in der neue Lebensphase bereits gibt. Auch auf universitäre Angebote und berufliche Weiterbildung gehe ich hier ein.

Kapitel IV: Im Ratgeberteil werden die Erkenntnisse aus Forschung und Praxis auf die ganz persönliche Ebene zugeschnitten und verlagert. Sie finden dort konkrete Tipps und Checklisten zur eigenen Standortbestimmung.

Kapitel V: Nachdenklich stimmende blinde Flecken behandele ich in diesem Kapitel. Ich gehe auch einigen Visionen von Bildung im Alter nach und frage nach der Rolle der Älteren in der künftigen Informations- und Wissensgesellschaft.

Die Liste mit Literaturangaben, Adressen und Links am Ende des Buchs gibt Ihnen Anregungen zum Weiterlesen und erste Anlaufstellen bei der Suche nach geeigneten Lern- und Bildungsangeboten.